Goethe's Reise-Episteln in Indien - Teil I

Vorwörter

 

Goethe, Schiller und Herzog Carl August liegen in der Fürstengruft auf dem Weimarer Friedhof. Die Fürstengruft ist nur sechs Gehminuten von der Gummelwerkstatt entfernt.

 

Vor einem Jahr kam Goethes Geist vorbei und war schwer genervt. Sein Freund Schiller, samt Schädel, sei nicht echt. Von Philistern hat er geredet und überhaupt müsse er hier weg. Die Gummelsche solle "sich drüm kümmern, 'se wisse schon wie". Immer wenn er aufgeregt ist, bricht bei ihm dass Hessische durch. Kleingeister und Wichtigtuer sin'se - alle. 

 

Veronika erinnerte sich an den zufrieden wirkenden Reisenden auf dem Tischbein-Gemälde "Goethe in der Campagnia" - und machte einen kleinen damenhandtaschengerechten "Reisegoethe".

"Goethe en la campagnia" (Quelle: Wikipedia) und Reisegoethe
Tischbein's Goethe und Reisegoethe

 

Es muss ja nicht immer Italien sein...


Arkadien ist immer Anderswo.

Ein Weimarer Kameramann und sein Reisegoethe bereisen die Welt.
Der Goethe den Veronika Gummel nach dem Tischbeingemälde gemacht hat.

Beide beginnen die Reise in Indien.

Der Kameramann zeigt ihm Momente Indiens, die das asiatisch-esoterische Ideal mit der Wirklichkeit konfrontieren.


Zwangsweise führt das zu Streitgesprächen und unerwarteten Momenten der Verbrüderung.

 

Goethe selbst spricht und schreibt nicht mehr. Der Weimarer und Ex-Goethe-Gymnasiast bekam aber mit der Muttermilch schon Goethegeist. Immer wieder meldet sich der Geheime Rat zu Wort – ist verstört und stört.


So schreibt und schwingt sich der Kameramann auf zum Eckermann und hat potzblitz zwei Seelen in seiner Brust.

 

Abgesang

 

Zieht es Sie in die Welt hinaus wie unseren Wolfgang, dann reisen Sie nicht ohne Ihren persönlichen Reisegoethe

 

Es bleibt Ihnen sonst nichts weiter als unsere Seite wieder und wieder zu besuchen -  bis Goethe sich bequemt weiterzuerzählen. Und wer keine Briefe schreibt, der rennt jeden Tag zu einem leeren Briefkasten...

 

Musenkuss,

Veronika Gummel


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